Gestaltungshinweise

Ergänzend werden die RIchtlinien zur Manuskriptgestaltung (3. überarbeitete Auflage, Göttingen, Hogrefe) der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (2007) empfohlen

 

Manuskriptgestaltung

Die Anfertigung schriftlicher Arbeiten in der Psychologie. Ein Leitfaden.
Dirk Vorberg
Institut für Psychologie der TU Braunschweig
März 1994

Inhaltsverzeichnis:

Vorbemerkungen

A Die Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit

B Die einzelnen Abschnitte einer experimentalpsychologischen Arbeit

1 Einleitung (Problemstellung und theoretischer Hintergrund)

2 Methode
2.1 Aufgabe
2.2 Versuchspersonen
2.3 Versuchsplan
2.4 Material
2.5 Geräte
2.6 Instruktion
2.7 Versuchsdurchführung

3 Ergebnisse

4 Diskussion

5 Zusammenfassung

C Die Gestaltung des Manuskripts

1 Titelblatt
2 Inhaltsverzeichnis
3 Fußnoten
4 Formale Kriterien: Zeilenabstand, Rand u.a.

D Literaturhinweise und Literaturverzeichnis

1 Literaturhinweise im Text

1.1 Wörtliche Zitate
1.2 Fremdsprachliche Zitate
1.3 Nachweis von Zitaten
1.4 Allgemeine Hinweise zum Zitieren

2 Der Nachweis von Literaturstellen und/oder der verwendeten Literatur

2.1 Bücher mit einem Autor oder mehreren.
2.2 Bücher mit einem Herausgeber (Sammelwerke und Handbcher)
2.3 Bücher mit korporativen Autoren oder Herausgebern
2.4 Zeitschriften
2.5 Besondere Veröffentlichungen und Filme

3 Die Anordnung des Literaturverzeichnisses

E Tabellen und graphische Darstellungen

1 Tabellen
2 Graphische Darstellungen

F Hinweise für die sprachliche Gestaltung

1 Akademische Titel
2 Redeform
3 Abkürzungen
4 Namensnennung
5 Fachausdrücke
6 Schreibweise
7 Allgemeines zum sprachlichen Ausdruck

Vorbemerkungen:

Dieser Leitfaden soll eine Hilfestellung bei der Abfassung eines Arbeitsberichtes (z.B. im Experimentalpraktikum),einer Seminararbeit, einer Diplomarbeit, eines Forschungsberichts, einer Doktorarbeit, eines Zeitschriftenartikels usw. geben. Die meisten Hinweise gelten für experimentalpsychologische Arbeiten, doch kann man sie zum größten Teil z.B. auf Evaluationsstudien, theoretische Arbeiten oder Sammelreferate übertragen. Für schriftliche Referate gelten jedoch u.U. abweichende Vereinbarungen, die hier nicht behandelt werden. Grundsätzlich sollte man bei der Anfertigung von schriftlichen Arbeiten im Rahmen des Studiums stets so verfahren, als würde die Arbeit dem kritischen Herausgeber einer Fachzeitschrift zur Veröffentlichung eingereicht. Formale Disziplin ist eine notwendige Voraussetzung für die Verbreitung wissenschaftlicher Information; eine inhaltlich ausgezeichnete Arbeitverliert ihren Wert und kann praktisch unbrauchbar werden, wenn einfache formale Grundregeln des wissenschaftlichen Arbeitens nicht eingehalten werden. Die hier vorgelegten Regeln lehnen sich eng an die Vorschriften an, die von der American Psychological Association (APA) für die Publikation von Artikeln in den von ihr herausgegebenen Zeitschriften aufgestellt wurden (American Psychological Association, 1983). Da eine große Anzahl von Fachzeitschriften ihren Autoren empfiehlt, sich an diese Vorschriften zu halten, wird man bei der Lektüre neuerer Fachliteratur fast ausschließlich auf Artikel stoßen, die den APA-Konventionen entsprechen. Die "Richtlinien zur Manuskriptgestaltung" der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (1987) folgen weitgehend den APA-Konventionen. Wer Hilfen für die inhaltliche und sprachlich-stilistische Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten sucht, dem seien Booth (1993) und Day (1988) dringend empfohlen. Um Studierenden die Arbeit zu erleichtern, wurden zu den Kernpunkten, die in jeder wissenschaftlichen Arbeit auftauchen sollten, Fragen formuliert. Sie zielen auf die wesentlichen Aspekte ab, die bei der Bearbeitung des jeweiligen Punktes berücksichtigt werden müssen. Die· Verfasser einer wissenschaftlichen Arbeit sollten sich diese Fragen immer wieder stellen und ihre Arbeit so abfassen, da sie die Fragen mit "trifft zu" abhaken können. Die Fragen sollen als eine Hilfe für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten verstanden werden, nicht als programmierte Anleitung. Als Vorbild sollte man unbedingt einen Artikel aus einer der führenden internationalen Fachzeitschriften heranziehen (z.B. Journal of Consulting and Clinical Psychology, Journal of Experimental Psychology, Psychological Bulletin, Psychological Review, Sprache und Kognition, usw.).

Die Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit:

Eine Arbeit, in der über eine einzige Untersuchung mit einer genau abgegrenzten Fragestellung berichtet wird, sollte folgende Abschnitte in dieser Reihenfolge aufweisen:

1 Einleitung (Problemstellung und theoretischer Hintergrund)
2 Methode
3 Ergebnisse
4 Diskussion (Interpretation)
5 Zusammenfassung
6 Literaturverzeichnis

Je nach Art, Umfang und Bedarf enthält die Arbeit außerdem:

Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Anhang

Die Zusammenfassung gehört, systematisch gesehen,· natürlich an den Schluß der Arbeit; da es sich in der Praxis des Umgangs mit Zeitschriftenliteratur jedoch oft aus der Lektüre der Zusammenfassung ergibt, ob man sich zur Lektüre des gesamten Artikels entschließt, kann man sie auch in einer deutlich vom übrigen Text abgesetzten Form an den Beginn der Arbeit setzen, um unnötiges Blättern zu vermeiden. (In den APA-Zeitschriften steht die Zusammenfassung seit 1963 am Beginn des Artikels.) Werden in einer Arbeit mehrere Experimente zu ein und demselben Problem dargestellt, so empfiehlt es sich, Methode und Ergebnisse, evtl. auch Diskussion, zu jedem Experiment gesondert in einen Abschnitt zu fassen, jedoch Einleitung, Gesamtdiskussion und Zusammenfassung für alle Experimente gemeinsam zu bringen. Beispiel für eine Arbeit, in der zwei Experimente dargestellt wurden: Problem

Experiment I

Methode

Ergebnisse

Experiment II

Methode

Ergebnisse

Diskussion

Zusammenfassung

Experimente, die sich nicht auf verschiedene Aspekte derselben Fragestellung beziehen, sondern auf ganz verschiedene Fragestellungen, sollen nicht in einer einzigen Arbeit dargestellt werden. Für Sammelreferate und theoretische Abhandlungen läßt sich kein allgemeinverbindliches formales Gliederungsschema angeben; die Gliederung erfolgt hier nach inhaltlichen Gesichtspunkten, die sich aus dem Thema der Arbeit ergeben. Jedoch sollen auch derartige Arbeiten eine Zusammenfassung und - unverzichtbar - ein Literaturverzeichnis enthalten.

Leitfragen: Gliederung

Ist die Gliederung einwandfrei (incl. Anhang)?

Sind alle wesentlichen Teile vorhanden?

B. Die einzelnen Abschnitte einer experimentalpsychologischen Arbeit

1 Einleitung (Problemstellung und theoretischer Hintergrund)

In der Einleitung wird die Fragestellung der Untersuchung formuliert. Eine vollständige historische Darstellung der über das Problem der Untersuchung erschienenen Literatur kann in der Einleitung einer experimentellen Arbeit im allgemeinen nicht gegeben werden; wenn eine problemgeschichtliche Darstellung wichtig erscheint, so empfiehlt es sich, sie· abzutrennen und in Form eines Sammelreferates als selbständige Arbeit zu behandeln. Jedoch sind alle diejenigen Arbeiten kurz zu referieren, die dem Autor Anlaß zur Formulierung seiner eigenen Fragestellung gegeben haben; z.B. sind bei einem Entscheidungsexperiment die Hypothesen oder Theorien, zwischen denen eine Entscheidung getroffen werden soll, unter genauer Angabe ihrer Herkunft und der Gründe, die zu ihrer Aufstellung geführt haben, zu referieren. Fast immer empfiehlt es sich, schon in der Einleitung das methodische Vorgehen der zu beschreibenden empirischen Untersuchung (z.B. die Art der verwendeten Aufgaben) zumindest in Grundzügen zu beschreiben. Am Schluß der Einleitung sollte die Fragestellung der Untersuchung so formuliert sein, daß sich aus ihr der dem Experiment zugrunde liegende Versuchsplan ergibt. Man sollte vermeiden, Ergebnisse der darzustellenden Untersuchung bereits in der Einleitung zu erwähnen. Die Darstellung der Problemlage soll so erfolgen, als wisse man überhaupt nichts von den Ergebnissen der eigenen Untersuchung (dies trifft für den Leser der Arbeit ja auch zu). Theoretische Erwägungen, die der Auseinandersetzung mit den eigenen Versuchsergebnissen dienen, gehören in den Abschnitt 4 (Diskussion) und nicht in die Einleitung.

Leitfrage: Abgrenzung des Themas

Wird das Thema in der Einleitung so abgegrenzt, daß mit dem Themenbereich nicht vertraute Fachleute die Arbeit einordnen können?

Leitfragen: Literaturbearbeitung

  •  Sind die berücksichtigten Arbeiten für das Thema repräsentativ und relevant?
  •  Sind die Inhalte der berücksichtigten Arbeiten gut gegliedert und verständlich dargestellt, so daß die themenbezogenen Aspekte erkennbar werden?
  • Wird die berücksichtigte Literatur kritisch referiert?

Leitfragen: Fragestellung

  •  Wird die Fragestellung folgerichtig abgeleitet und nachvollziehbar begründet?
  •  Sind die Hypothesen, sofern es sinnvoll ist, solche zu formulieren, logisch und formal einwandfrei?
  •  Kann der Leser bereits erschließen, wie die Fragestellung angegangen wurde?

2 Methode

Die Untersuchungsmethode muß so vollständig dargestellt werden, daß jedem Leser die exakte Wiederholung des Experimentes möglich ist. Versuchsergebnisse, die wegen ungenauer Angaben zur Methode nicht reproduzierbar sind, sind für die Wissenschaft wertlos. Es empfiehlt sich, den Methodenteil mit einem Abschnitt einzuleiten, der einen kurzen Überblick über das experimentelle Vorgehen (z.B. die experimentelle Aufgabe und die zu vergleichenden Versuchsbedingungen) gibt, das dann im Folgenden detailliert beschrieben wird. Insbesondere muß Auskunft über folgende Aspekte der Methode gegeben werden:

2.1 Aufgabe.

Das Wesentliche der Aufgabe, die die Vp im Versuch bearbeitet, soll hier beschrieben werden (sofern dies nicht schon im letzten Abschnitt geschehen ist; in diesem Fall kann dieser Unterpunkt entfallen). Dieser Abschnitt dient vor allem dem Verständnis des Lesers und soll helfen, die Einzelheiten des Versuchs, die in den weiteren Abschnitten beschrieben werden, einzuordnen. Beispiel:

"In jedem Durchgang merkt sich die Vp eine Liste mit ein bis sechs einstelligen Zahlen. Anschließend wird eine
Testzahl gezeigt, und die Vp muß so schnell wie möglich entscheiden, ob die Testzahl in der Liste vorkam oder nicht."

Leitfragen: Aufgabe

  •  Kann sich der Leser in die Lage der Vp versetzen und verstehen, was diese tun mußte?

2.2 Versuchspersonen.

Versuchspersonen (Vpn): Anzahl; Alter, sozioökonomischer Status (z.B. Studenten, unter Angabe der Fachrichtung und Semesterzahl, Oberschüler, Kindergartenkinder usw.); Grundlage der Teilnahme an dem Versuch (z.B. freiwillig, aufgrund von Kurs- oder Institutsverpflichtungen, bezahlt - mit Angabe der Vergütung); mögliche Vorkenntnisse der Vpn über den Zweck des Versuchs; bei Versuchen, die eine gewisse Übung erfordern: Art und Dauer des Trainings; evtl. Persönlichkeitseigenschaften (z.B. bei Lernversuchen; IQ mit Angaben darüber, wie er ermittelt wurde). Quantitative Angaben über Vpngruppen (z.B. Alter, IQ, Schulnoten) erfolgen am besten mit Mittelwert und Streuung. Werden im Laufe des Experiments aus äußeren Gründen Vpn ausgeschieden, so ist über den Grund ihres Ausscheidens genau Auskunft zu geben.

Leitfragen: Versuchspersonen

  • Ist die Datenstichprobe der Fragestellung angemessen?
  • Wird die Vp-Stichprobe hinreichend genau beschrieben?
  • In welcher Hinsicht kann die Stichprobe als zufällig gezogen angesehen werden?

2.3 Versuchsplan.

Die als unabhängige Variablen eingeführten Versuchsbedingungen sind genau darzustellen; es muß eindeutig zu ersehen sein, wodurch sich Experimental- und Kontrollgruppe bzw. die verschiedenen Experimentalgruppen (bzw. -bedingungen) voneinander unterscheiden. Für jede unabhängige Variable muß angegeben werden, ob sie mit verschiedenen· unabhängigen Stichproben ("Gruppenfaktor") oder als Meßwiederholung einer einzigen Vpn-Stichprobe ("repeated measures") untersucht wurde. Bei mehrfaktoriellen Versuchsplänen mit Gruppenfaktoren empfiehlt es sich, die Verteilung der Vpn auf die Versuchsbedingungen tabellarisch darzustellen. Es versteht sich von selbst, daß die Anzahl der Vpn je Versuchsgruppe angegeben wird; ebenso ist über das Verfahren Auskunft zu geben, nach dem sie auf die Versuchsgruppen aufgeteilt wurden. Unter Umständen muß der Nachweis geführt werden, daß sich die Versuchsgruppen in bezug auf ein Persönlichkeitsmerkmal, das Einfluß auf die Versuchsergebnisse haben könnte (Beispiel: Intelligenz bei· Lernversuchen) nicht systematisch unterscheiden. Bei Versuchsplänen mit Meßwiederholungen muß die Reihenfolge, in der die Vpn an den Versuchsbedingungen teilgenommen haben, genau angegeben und begründet werden; vor allem muß angegeben werden, auf welche Weise ein möglicher systematischer Einfluß der zeitlichen Reihenfolge der Versuche ausgeschaltet bzw. kontrolliert wurde.

Leitfragen: Versuchsplan (Design)

  •  Ist der Versuchsplan der Fragestellung angemessen?
  • Sind die Variablen richtig operationalisiert; ist die Operationalisierung nachvollziehbar? (Bei Verwendung von Testverfahren: Werden die Verfahren, sofern es sich nicht um Standardverfahren handelt, hinreichend erläutert?)
  • Unterscheiden sich die Versuchsbedingungen, die die unabhängige(n) Variable(n) bilden, noch in irgendwelchen anderen Aspekten?
  • Welche unabhängige Variablen sind Gruppenfaktoren, welche Meßwiederholungsfaktoren?
  • Werden mögliche Störfaktoren gesehen und bei der Planung berücksichtigt?

2.4 Material.

Das gesamte zur Durchführung des Versuchs verwendete Material muß in den Eigenschaften, die auf die Versuchsergebnisse Einfluß haben könnten, beschrieben werden. Zum Beispiel ist bei Wahrnehmungsversuchen Größe, Entfernung, Beleuchtung, Farbe und Remissionsgrad der Reizvorlage anzugeben; von figürlichem Material sollten Skizzen beigefügt werden; verbales Material (Listen sinnfreier Silben, Fragebögen, Tests) ist in Auszügen oder, falls es eigens für diese Untersuchung entwickelt wurde, vollständig wiederzugeben.

2.5 Geräte.

Alle zur Darbietung von Reizmaterial, zur Registrierung von Reaktionen usw. verwendeten Geräte sind, wenn sie eigens für diese Untersuchung hergestellt wurden, so ausführlich darzustellen, daß sie von einem Nachuntersucher bei Bedarf nachgebaut werden könnten. Photographische Abbildungen, Bauskizzen oder Schaltpläne, die jedoch ausführlich· beschriftet sein müssen, sparen hier viele Worte. Falls zu einer Untersuchung handelsübliche oder in der Experimentalpsychologie schon lange eingeführte Geräte verwendet wurden, genügt die Angabe des Typs und evtl. der Firmenmarke. Werden an handelsüblichen Geräten Änderungen vorgenommen, so ist dies zu erwähnen.

2.6 Instruktion.

Die Anweisungen an die Vpn (Instruktionen) werden im allgemeinen nicht wörtlich, sondern nur sinngemäß wiedergegeben. Eine Ausnahme von dieser Regel sind Versuche, in denen die Instruktion als Bestandteil der Versuchsbedingungen systematisch variiert wurde. Aber auch in diesem Fall empfiehlt es sich, hier nur die wesentlichen Teile der Instruktion,· den gesamten Wortlaut dagegen in einem Anhang wiederzugeben. Es muß angegeben werden, ob den Vpn die Anweisungen mündlich oder schriftlich gegeben wurden.

2.7 Versuchsdurchführung.

Hier ist es für den Leser wichtig zu erfahren, unter welchen zeitlichen und räumlichen Bedingungen die Versuche tatsächlich durchgeführt wurden. Der Leser muß sich ein genaues Bild davon machen können, wie eine typische Versuchssitzung durchgeführt wurde (Reihenfolge und Zeitdauer der Versuchsaufgaben; Art der Interaktion zwischen Versuchsleiter· (Vl) und Vp - wurden Vpn zusätzlich zur Instruktion Erklärungen über den Zweck des Versuchs gegeben, waren Vl und Vp in demselben Raum? usw.), und wie ein einzelner Versuchsdurchgang ablief. Unter Umständen kann es wichtig sein, genaue Angaben über die räumliche Anordnung der Versuchsgeräte zu erhalten (Skizze!). Alle· Umgebungs-bedingungen, von denen das Versuchsergebnis vielleicht beeinflußt werden könnte, müssen dargestellt werden (Helligkeit, Geräusche, Art der Beleuchtung - Tages- oder Kunstlicht - Tageszeit), ebenso innere Bedingungen der Vpn (Ermüdung, Bereitschaft zur Mitarbeit). Falls dieser Punkt noch nicht im Abschnitt "Geräte" behandelt wurde, ist anzugeben, auf welche Weise die Beobachtungsdaten (Reaktionen, Aussagen der Vpn) registriert wurden.

Leitfragen: Versuchsdurchführung

  • Wird die Durchführung so geschildert, daß eine unmittelbare Replikation der Untersuchung möglich ist? (Sind z.B. die Instruktionen nachvollziehbar?)
  • Kann der Leser den zeitlichen Ablauf eines Versuchsdurchgangs rekonstruieren?

3 Ergebnisse

Dieser Abschnitt ist der Zusammenstellung der Befunde sowie der Bearbeitung durch die vorgesehenen Auswertungsmethoden gewidmet. Es ist meistens nicht möglich, sämtliche in einer experimentellen Untersuchung angefallenen Daten (Zahlensätze, Protokolle) vollständig wiederzugeben. Bei quantitativen Daten sind daher statistische Kennwerte· (Mittelwert, Streuung, Korrelation, usw.) anzugeben; hier sollte man sich unbedingt Gedanken darüber machen, wieviele Stellen hinter dem Komma wirklich informativ sind. Bei qualitativen Daten sollten Auszüge aus typischen Protokollen berichtet werden, die eine repräsentative Auswahl aus den Befunden· darstellen müssen. Die Art der Auswertung und statistischen Aufarbeitung muß genau geschildert werden; die Auswahl der statistischen Kennwerte und vor allem der inferenzstatistischen Verfahren ist zu begründen. Wenn inferenzstatistische Verfahren verwendet wurden, so sind der jeweilige Kennwert, die Zahl der Freiheitsgrade und das Signifikanzniveau anzugeben; ein bloßer Hinweis auf die· "Signifikanz von Ergebnissen" genügt nicht. Bei der Darstellung von Versuchsergebnissen sollte man sich aller Hilfsmittel zur Veranschaulichung der Daten bedienen (Beispiele, Tabellen, graphische Darstellungen). Wenn möglich, sollte man prägnante Bezeichnungen für unabhängige Variablen bzw. die einzelnen Versuchsbedingungen einführen und dann im weiteren durchgängig verwenden. Prinzipiell müssen alle Daten mitgeteilt werden, die in einem Versuch erhoben wurden. Es widerspricht den Grundsätzen wissenschaftlicher Arbeit, einzelne Ergebnisse, die den Hypothesen des Verfassers nicht entsprechen, unerwähnt zu lassen. Müssen aus äußeren Gründen Versuchsergebnisse unberücksichtigt bleiben, so ist ihre Ausscheidung zwingend zu begründen. Das gilt vor allem auch für den Ausschluß von Vpn aus den Stichproben - es ist unstatthaft, Vpn auszuschalten, nur weil ihr Verhalten der in der Einleitung formulierten Hypothese nicht entspricht! Die Darstellung der Ergebnisse muß von ihrer theoretischen Interpretation deutlich getrennt werden. Überlegungen darüber, ob durch die Ergebnisse die Fragestellung der Untersuchung entschieden oder eine oder mehrere Hypothesen bestätigt wurden, gehören nicht in den Abschnitt "Ergebnisse".

  • mitteilenswert
  • statistisch zu garantieren?

Leitfragen: Auswertung

  • Sind die statistischen Methoden adäquat gewählt bezüglich
  • der Fragestellung
  • der Datenqualität?
  • Werden die statistischen Verfahren kritisch und gezielt eingesetzt?
  • Werden die Voraussetzungen der statistischen Verfahren diskutiert und werden bei Verletzung der Voraussetzungen Alternativen zur Datenanalyse gesehen?

Leitfragen: Ergebnisdarstellung

  • Ist die Ergebnisdarstellung vollständig?
  • Ist bei der Ergebnisdarstellung der Bezug zur Fragestellung ersichtlich?
  • Werden die Einschränkungen genannt, die sich bei einer Verletzung der Voraussetzungen der Methoden ergeben?
  • Sind die Tabellen und Graphiken verständlich und eine echte Hilfe für den Leser?
  • Sind bei Zahlenangaben alle Stellen hinter dem Komma notwendig.

4 Diskussion

Hier werden die Versuchsergebnisse im Hinblick auf die in der Einleitung formulierte Fragestellung interpretiert; man geht also von der voraussetzungslosen Beschreibung der Ergebnisse (Abschn. 3) zu ihrer theoretischen Deutung über. In diesem Abschnitt muß dem Leser klar werden, ob und in welcher Weise die Fragestellung der Untersuchung gelöst wurde. Dafür empfiehlt es sich, diesen Teil mit einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse einzuleiten.
Falls die Ergebnisse keiner schon formulierten Hypothese entsprechen, sollte man nach Gründen für diese Abweichung suchen. Jedoch muß auf jeden Fall die Aufstellung von post-factum-Hypothesen vermieden werden, die nachträglich als Erwartungen des Versuchsleiters bezeichnet werden. (Die Einleitung darf nur Hypothesen enthalten, die vor jeder Kenntnis der Versuchsergebnisse aufgestellt wurden; nachträglich eingeführte Erklärungsansätze sind als solche zu kennzeichnen und gehören in die Diskussion.) Über die unmittelbare Beziehung zur Fragestellung hinaus können auch weitere theoretische Folgerungen aus den Versuchsergebnissen gezogen werden, aus denen sich dann mögliche· Fragestellungen neuer Untersuchungen ergeben. Hier sollte das Versuchsergebnis auch mit den Ergebnissen und Deutungsansätzen anderer Untersuchungen verglichen werden; vor allem gehören alle diejenigen theoretischen Erwägungen in die Diskussion und nicht in die Einleitung, die erst aufgrund der Kenntnis der Ergebnisse gestellt werden können. Jedoch ist vor nichtssagenden Verallgemeinerungen von Befunden zu warnen; alle theoretischen Überlegungen sind in einer Weise anzustellen, welche die Möglichkeit ihrer empirischen Überprüfung erkennen lässt. Unter Umständen empfiehlt es sich, ausführliche· theoretische Erwägungen abzutrennen und in einem eigenen theoretischen· Beitrag zu· bearbeiten. Die funktionale Unterscheidung zwischen· empirischem Originalbeitrag, Sammelreferat und theoretischem Beitrag· sollte nach Möglichkeit immer beibehalten werden. Man unterscheide in· jedem Fall, welche Überlegungen für das behandelte Thema noch· einschlägig sind und wieviel Toleranz man von einem Leser erwarten kann,· der sich auf die Lektüre einer empirischen Untersuchung eingestellt· hat.

Leitfragen: Diskussion

  • Werden die Ergebnisse integriert, d.h. werden Einzelergebnisse aufeinander bezogen?
  • Werden die Ergebnisse auf die Literatur und die Fragestellung bezogen?
  • Werden Ansätze zu Folgeuntersuchungen diskutiert?
  • Wird der eigene Untersuchungsansatz kritisch reflektiert?
  • Werden die Ergebnisse angemessen generalisiert?
  • Sind Ergebnisse und Interpretationen deutlich voneinander getrennt?

5 Zusammenfassung

Aus der Zusammenfassung muß der Leser die Fragestellung, die Methode, die Ergebnisse und die theoretischen Folgerungen erfahren können. Am wichtigsten sind dabei die Ergebnisse. Wenn möglich, sollte die Anzahl und Art der Vpn angegeben werden sowie der Versuchsplan. Es versteht sich von selbst, daß nur statistisch gesicherte Ergebnisse in der Zusammenfassung berichtet werden; das Signifikanzniveau der Ergebnisse sollte - abweichend von den Konventionen der APA - hier nicht angeführt werden. Bei Sammelreferaten oder theoretischen Beiträgen sollen die behandelten Themen und - falls vorhanden - der theoretische Ansatz des Autors angegeben werden. Auf keinen Fall dürfen in der· Zusammenfassung neue Tatsachen und Gedanken eingeführt werden, die im Text der Arbeit noch nicht erwähnt wurden. Die Zusammenfassung dient ausschließlich der schnellen Information des Lesers über die wichtigsten Punkte der Arbeit. Sie muß ohne jede Kenntnis des gesamten Textes verständlich sein! Redewendungen wie "zusammenfassend kann gesagt werden ..." sind zu vermeiden. Die APA beschränkt in ihren Zeitschriften die Zusammenfassung auf 100 bis 120 Wörter Länge. Es wird empfohlen, sich an diese Richtlinie zu halten.

Für weitere Details der APA-Vorschriften für Zusammenfassungen sollte man das Manual der APA zu Rate ziehen (American Psychological Association, 1983.)

Leitfrage: Zusammenfassung

· Besitzt die Arbeit eine prägnante Zusammenfassung, aus der die wichtigsten Punkte der Arbeit deutlich hervorgehen?

Für die Gestaltung des Manuskripts können nur wenige Regeln gegeben werden, da Prüfungsausschüsse und Herausgeber von Zeitschriften ihre eigenen Vorschriften aufstellen. Folgende Konventionen können aber als allgemeinverbindlich angesehen werden: Der Text sollte grundsätzlich fortlaufend geschrieben, d.h. kein neues Blatt für Methode, Ergebnisse oder Diskussion verwendet werden. Jeweils ein eigenes Blatt ist jedoch vorzusehen für Titel, Zusammenfassung und Literaturverzeichnis. Das gleiche gilt für die folgenden Teile einer Arbeit, sofern sie vorgesehen oder erforderlich sind: Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Anhang und die Erklärung über die selbständige Anfertigung der Arbeit, die bei Prüfungsarbeiten üblich ist und am Schluß, nicht zu Beginn, der Arbeit steht. Die einzelnen Blätter sind mit der entsprechenden Überschrift zu versehen.

1 Titelblatt

  • Das Titelblatt muß enthalten:
  • Vollen Titel der Arbeit, der in der Mitte der Zeile mit gleichem Rand auf beiden Seiten zu schreiben ist,
  • Vor- und Familiennamen des Verfassers,
  • eine Angabe über die Art der Arbeit (Referat, Ausarbeitung, Semesterarbeit, Diplomarbeit,...),
  • eine Angabe der Institution, bei der sie eingereicht wird, bzw. der Lehrveranstaltung, in deren Rahmen sie abgefaßt wurde,
  • Ort und Datum der Fertigstellung der Arbeit.

Hat die Arbeit mehrere Verfasser, die an derselben Institution tätig sind, genügt es, die Institution nur einmal zu nennen, z.B. Wolfgang Ulrich und Rolf Schwarz Parapsychologisches Zentralinstitut Universität Sonthofen

Bei Arbeiten von mehreren Verfassern, die an verschiedenen Institutionen tätig sind, sind die jeweiligen Institutionen unterhalb der jeweiligen Verfassernamen zu setzen, z.B. H. Jupp Apps Kriminologisches Institut Universität Innsbruck

und Sebastian X. Oberbayr Institut für Alkoholforschung Flensburg

2 Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis sollte sämtliche Haupt- und Untertitel der Abschnitte der Arbeit enthalten. Allgemein sollten alle im Text durch eine eigene Zeile hervorgehobene Überschriften auch im Inhaltsverzeichnis erscheinen. Jeweils anschließend sollte die Seitennummer angegeben werden.

3 Fußnoten

Fußnoten sollten möglichst nicht verwendet werden. Wenn überhaupt, dann sollten nur solche Ergänzungen des Textes in Fußnoten gebracht werden, die eine flüssige Lektüre des Textes unterbrechen würden. Meist wird es sich dabei um technisch notwendige Hinweise handeln. Andere Beispiele sind Danksagungen ("Wir danken M. Gasche für dieses· Beispiel.") oder die Erklärung von Abkürzungen, usw. Literaturnachweise gehören nicht in Fußnoten, sondern in das Literaturverzeichnis. Die Entwicklung eines ausführlichen Nebengedankens in einer Fußnote sollte man vermeiden; dies ist die beste Art den Leser daran zu hindern, den Exkurs zur Kenntnis zu nehmen. Ist ein Exkurs zum Verständnis der Arbeit wichtig, so kann man ihn kleingedruckt in den Text übernehmen; ist er unwichtig, so gehört er auch nicht in die Arbeit. Am besten werden die Fußnoten einer Arbeit von Anfang bis Ende laufend durchnumeriert. Fußnoten werden durch hochgestellte arabische Ziffern ohne Klammern gekennzeichnet; die Verwendung von Symbolen (ein bis drei Sterne) führt zu Mißverständnissen, wenn eine Arbeit oder gar die Seite einer Arbeit mehrere Fußnoten enthält. Soll von einer Fußnote auf die andere verwiesen werden - was aber als Belastung des Lesers vermieden werden sollte - so ist eine laufende Numerierung unerläßlich. Wenn möglich, sollten Fußnoten immer auf die Seite gebracht werden, auf die sie sich beziehen; in einem Anhang zusammengestellt werden sie meist nicht gelesen. (Bei Arbeiten, die zur Veröffentlichung eingereicht werden, müssen allerdings aus drucktechnischen Gründen alle Fußnoten separat aufgeführt werden.)

4 Formale Kriterien: Zeilenabstand, Rand u.a.

Jede Arbeit, die zur Beurteilung im Rahmen einer Lehrveranstaltung, oder in Erfüllung von Prüfungsanforderungen eingereicht wird, soll maschinenschriftlich mit Zeilenabstand 1˝ mit einem Rand von etwa 5 cm auf der linken Seite vorgelegt werden. Für die formale Gestaltung gilt der Grundsatz der Linksbündigkeit, d.h. Überschriften von Kapiteln werden nicht mittenzentriert und Absätze nicht eingerückt, sondern beginnen jeweils am linken Rand der Seite. Sie werden durch Großbuchstaben bzw. Unterstreichung oder durch doppelten Zeilenabstand voneinander abgesetzt. Eine Ausnahme von dieser Regel bilden lange Zitate und Tabellenüberschriften. Ausführliche Darstellungen der Methode, ausführliche· Datensammlungen, Beschriftungen von Tabellen usw. können mit einfachem Abstand geschrieben werden, um den Umfang der Arbeit nicht zu stark anwachsen zu lassen. Die Blätter eines Manuskripts, Format DIN A4, sind immer nur einseitig zu beschreiben. Handschriftliche Manuskripte stellen eine unnötige Belastung des Lesers dar und werden im· allgemeinen nicht angenommen. Für Arbeiten, die zur Veröffentlichung eingereicht werden, gelten etwas andere Regeln: (a) müssen sie durchgängig mit doppeltem Zeilenabstand (anstatt 1˝) geschrieben sein; (b) ist das Manuskript nicht geheftet, sondern in Form loser Blätter einzureichen; (c) Unterstreichungen sind zu vermeiden, da sie beim Druck in Schrägschrift erscheinen.

Literaturhinweise und Literaturverzeichnis

1 Literaturhinweise im Text

Sämtliche Aussagen einer Arbeit, die nicht von ihrem Verfasser selbst stammen oder allgemein bekannte Tatsachen wiedergeben, müssen gekennzeichnet werden; ihre Herkunft ist so anzugeben, daß sie vom Leser jederzeit mit einem Minimum an Arbeitsaufwand überprüft werden können.

1.1 Wörtliche Zitate.

In den empirischen Wissenschaften sind wörtliche Zitate selten. Im allgemeinen kommt es auf die sinngemäß korrekte Wiedergabe etwa eines Arguments, nur in Ausnahmefällen auf seinen genauen Wortlaut an. Anstelle von:

Schon Trewe (1983) stellt fest, daß "leider ... die Verwendung des Begriffes Erozentrismus nicht eindeutig" (S. 117) ist.

könnte man auch:

Schon Trewe (1983) kritisierte die nicht eindeutige Verwendung des Begriffes Erozentrismus.

schreiben. Jedoch:

Man darf bezweifeln, ob der Ausspruch "Wenn man etwas sagen will, muß man immer auch etwas verschweigen." wirklich auf Wittgenstein zurückgeht, wie Spies (1993, S. 99) behauptet. Kurze Zitate, die vierzig oder weniger Wörter umfassen, erscheinen im fortlaufenden Text und müssen in Anführungszeichen gesetzt werden. Zitate, die mehr als vierzig Wörter umfassen, werden in ihrer Gesamtheit eingerückt und bilden unter Beibehaltung des vorgeschriebenen Zeilenabstandes einen Block für sich; sie werden nicht mit Anführungszeichen versehen. Eine Textstelle, die bereits im Original in Anführungszeichen steht, wird im Zitat in einfache Anführungszeichen gesetzt (sogenanntes Zitat im Zitat); z.B. im Original: Der "Placebo-Effekt" verschwand,...wird im Zitat zu: "der 'Placebo-Effekt' verschwand,....". Im allgemeinen sollen die zitierten Stellen vollständig und wörtlich wiedergegeben werden; nimmt der Verfasser an von ihm zitierten Literaturstellen Kürzungen vor, so ist die Stelle der Auslassung durch Punkte (...) zu bezeichnen. Fügt der Verfasser zum· besseren Verständnis einer von ihm zitierten Literaturstelle einige Worte ein, so sind diese in eckige Klammern zu setzen und mit "sc." (scilicet = das heißt) oder "d.h." zu versehen. Wertende Kommentare, Ausrufezeichen usw. dürfen in Literaturzitate nicht eingefügt werden. Werden Teile einer zitierten Literaturstelle durch Unterstreichung, Kursivdruck usw. hervorgehoben, so ist in jedem Falle anzugeben, ob sich die Hervorhebung schon in der zitierten Stelle befindet oder von dem zitierenden Autor vorgenommen wurde.

1.2 Fremdsprachliche Zitate.

Fremdsprachliche Zitate werden im Original geboten, wenn die Kenntnis der Sprache beim Leser vorausgesetzt werden kann (englisch, französisch). Werden fremdsprachliche Zitate in Übersetzungen geboten, so ist grundsätzlich in einer Fußnote der Originaltext beizufügen und anzugeben, von wem die Übersetzung stammt. Bei älteren fremdsprachlichen· Werken, für die eine allgemein anerkannte Übersetzung existiert, wird man im allgemeinen auf diese zurückgreifen und sie nur dann durch eine eigene ersetzen, wenn man an der vorhandenen Übersetzung aus sachlichen Gründen Zweifel hat.

1.3 Nachweis von Zitaten.

Die zitierte Stelle wird mit einer Kurzform belegt, die auf das Literaturverzeichnis verweist und dort eine eindeutige Identifikation ermöglicht. Diese Kurzform umfaßt den Familiennamen des Autors, das Erscheinungsjahr der Arbeit und die Seitenzahl, im Deutschen abgekürzt durch "S.", im Englischen durch "p." bzw. "pp.". Beispiele:

(1) Er stellte fest: "Der 'Placebo-Effekt'...verschwand, sobald die Untersuchung der Verhaltensweisen in dieser Form durchgeführt wurde" (Meier, 1974, S. 183), aber er erläuterte nicht...

(2) Meier (1974) stellte fest: "Der 'Placebo-Effekt'...verschwand, sobald..." (S.183).

Hat das zitierte Werk mehr als zwei Verfasser, so werden diese bei der ersten Erwähnung vollständig angegeben, also z.B. "Weitgehend unbeachtet blieb ein Vorschlag von Hullaway, Doydge and Errkey (1986), nicht mehr ...". Bei jeder weiteren Erwähnung wird dann nur der erste Autor unter Zusatz eines "u.a." (= und andere) oder "et al." (= et alii) genannt, also z.B.: "Denn, so argumentieren Hullaway et al. (1986), ...". Im Literaturverzeichnis müssen alle Verfasser mit abgekürztem Vornamen angegeben werden. Abweichend von dieser Regel werden jedoch Werke mit sechs oder mehr Verfassern bereits bei der ersten Erwähnung mit "et al." zitiert. Werden mehrere Publikationen eines Autors zitiert, die im selben Jahr erschienen sind, so werden sie durch an die Jahreszahl angehängte Kleinbuchstaben (a,b,c,...) unterschieden, z.B. Meier (1974a).

1.4 Allgemeine Hinweise zum Zitieren.

In den empirischen Wissenschaften werden Aussagen oder Befunde anderer Untersuchungen fast nie wörtlich, sondern sinngemäß dargestellt. Die Kennzeichnung der Literaturstelle muß jedoch genau so sorgfältig sein wie bei wörtlichen Zitaten, doch erübrigt sich oft die Angabe von Seitenzahlen, da mit der Darstellung eines Befundes ja die entsprechende Untersuchung als Ganzes referiert wird, z.B. also: "Kohler (1951) berichtet über Versuche, in denen mit Hilfe von Prismen das Gesichtsfeld der Vpn auf den Kopf gestellt wurde. Nachdem die Prismenbrille mehrere Wochen getragen worden war, hatte sich die wahrgenommene Umwelt der Vpn wieder aufgerichtet...". Im allgemeinen sollen Untersuchungen nur aufgrund der Kenntnis der Originalliteratur referiert werden. Wird ausnahmsweise eine Arbeit aufgrund eines Referates in der Sekundärliteratur zitiert, so ist dies in jedem Fall anzugeben, z.B.: "Estes (1950, zitiert nach Hilgard 1956, S. 389 f.) formulierte ein mathematisches Modell des Wahrscheinlichkeitslernens...". Bei der Aufzählung mehrerer Arbeiten zum gleichen Problem werden Autoren dieser Arbeiten in alphabetischer Reihenfolge aufgezählt, z.B. "Ähnliche Ansichten vertreten auch Blanche-Montagnard (1983), Chubel und Fiesel (1993) sowie Schweizerblei, Lindt und Sprüngli (1992)."

Leitfragen: Zitate

  •  Sind alle Zitate in Ordnung?
  •  Könnte der Leser jedes Zitat nachprüfen?
  •  Ist jedes Zitat wirklich notwendig?

2 Der Nachweis von Literaturstellen und/oder der verwendeten Literatur

Während es früher allgemein üblich war, die herangezogenen Literaturstellen in Fußnoten unmittelbar auf der Seite, auf der die entsprechende Stelle zitiert wird, genauer zu bezeichnen, hat es sich in den empirischen Wissenschaften inzwischen eingebürgert, daß jeder Arbeit ein vollständiges Verzeichnis der verwendeten Literatur beigegeben wird. Dies hat folgende Vorteile: Mehrfache Literaturangaben bei mehrfachen Zitaten aus demselben Werk entfallen; der Text wird nicht durch Fußnoten überladen; das ineffiziente und dem Leser gegenüber unhöfliche Verweisen auf frühere Fußnoten - meist mit den Formeln "a.a.O. = am angegebenen Ort, l. c. = loco citato, op. cit. = Opus citatum" - unterbleibt. Schließlich erhält der Leser mit dem Literaturverzeichnis sofort einen Überblick über die gesamte verwendete Literatur. Heute wird im Text zunächst der Name des Verfassers oder der Verfasser genannt, dann das Erscheinungsjahr und gegebenenfalls die Seitenzahl, auf der sich das entsprechende Zitat befindet. Im Literaturverzeichnis findet sich unter dem· entsprechenden Verfasser und der entsprechenden Jahreszahl die vollständige bibliographische Angabe des Buches oder der Zeitschrift, auf die im Text Bezug genommen wird. Je nach Art der verwendeten Publikation ist für die vollständige bibliographische Angabe im Literaturverzeichnis folgendes zu beachten.

2.1 Bücher mit einem Autor oder mehreren.

Name des Verfassers oder der Verfasser, abgekürzte Vornamen des Verfassers oder der Verfasser (bei weiblichen Autoren werden die Vornamen bisweilen auch ausgeschrieben), Erscheinungsjahr, voller Titel des Buches, Auflage, Erscheinungsort und Name des Verlags (nur der Name, ohne Zusatz "Verlag"). Alle Angaben müssen in dieser Reihenfolge gemacht werden. Der Titel des Buches wird kursiv geschrieben oder, falls dies nicht möglich ist, als Hinweis für den Setzer unterstrichen. Veröffentlichungen ohne Jahresangabe erhalten den Vermerk "o.J.", bei Fehlen der Ortsangabe wird "o.O." gesetzt (o.J. = ohne Jahresangabe, o.O. = ohne Ortsangabe). Beispiel: Im Text: Meili (1951); im· Literaturverzeichnis: Meili, R. (1951). Lehrbuch der psychologischen Diagnostik (2. Aufl.). Bern und Stuttgart: Huber.· Bei anonym erschienenen Werken beginnt die Literaturangabe mit dem vollen Titel des Buches.

2.2 Bücher mit einem Herausgeber (Sammelwerke und Handbücher).

Hier ist der Name des oder der Herausgeber anzuführen, im Deutschen durch die Abkürzung "Hrsg.", im Englischen durch "Ed." bzw. "Eds.". Beispiele:

(1) bei allen Bänden des Sammelwerkes:

Meili, R. & Rohracher, H. (Hrsg.) (1963). Lehrbuch der experimentellen Psychologie (3 Bde.). Bern und Stuttgart: Huber.

(2) bei einem Artikel aus einem Sammelwerk:

Trixel, W. (1963). Gefühl und Wellenschlag. In R. Meili & H. Rohracher (Hrsg.), Lehrbuch der experimentellen Psychologie (Bd. 1, S. 17-324). Bern und

Stuttgart: Huber.

Im zweiten Fall werden die Anfangsbuchstaben des oder der Vornamen vor den Familiennamen des oder der Herausgeber gesetzt. Außerdem müssen hier die Seitenzahlen angegeben werden!

2.3 Bücher mit korporativen Autoren oder Herausgebern.

Ist ein Werk nicht von einer Person, sondern von einer Körperschaft, Gesellschaft oder dergleichen herausgegeben, so wird dies an der Stelle, wo sonst der Verfasser steht, angegeben; z.B. Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (1972). Hochschulfragen. Bonn: Gerber. Oder: Verlag für Psychologie (1994). Psychologen-Kalender . Göttingen: Hogrefe.

2.4 Zeitschriften.

Name und abgekürzte Vornamen des Verfassers oder der Verfasser, Jahreszahl, vollständiger Titel des Artikels, vollständiger Name der Zeitschrift, Nummer des Bandes, erste und letzte Seitenzahl des Artikels. Alle Angaben sollen in dieser Reihenfolge gemacht werden. Der Name der Zeitschrift und ihre Bandnummer werden kursiv geschrieben. Beispiel:

Im Text: Attneave und Arnoult (1956); im Literaturverzeichnis: Attneave, F. & Arnoult, M. D. (1956). The quantitative study of shape and pattern perception. Psychological Bulletin, 53, 452-471.

Bei Zeitschriften ist darauf zu achten, daß die auf den Namen der Zeitschrift folgende Zahl die Bandnummer der Zeitschrift als Ganzes, nicht die Heftnummer des entsprechenden Jahrgangs wiedergibt. Deren Angabe ist überflüssig, da sie nie mehr erscheint, sobald die Einzelhefte zu einem Jahresband vereinigt wurden. (Eine seltene Ausnahme stellen· Zeitschriften dar, die nicht durchgehend, sondern in jedem Heft von 1 an paginiert sind.) Abkürzungen für Zeitschriften werden seit 1967 nicht mehr verwendet, sondern die Zeitschriftentitel werden ungekürzt ausgeschrieben. Bei früheren Arbeiten wurden jedoch die Zeitschriftentitel abgekürzt. Eine Aufschlüsselung dieser Abkürzungen findet sich in den Psychological Abstracts.

2.5 Besondere Veröffentlichungen und Filme.

Unter "besonderen" Veröffentlichungen sind beispielsweise zu verstehen: Bücher oder Zeitschriftenartikel im Druck oder in Vorbereitung, unveröffentlichte Dissertationen, Buchbesprechungen usw. Aus der Angabe im Literaturverzeichnis muß dann durch einen entsprechenden Zusatz (im Druck, unveröffentlichte Diplomarbeit, Buchbesprechung oder Film) die Art der Publikation eindeutig hervorgehen, z.B. (1) bei unveröffentlichten Arbeiten:

Thomas, R. H. (1953). Dimensionen des Verhaltens. Eine Einführung in Methodik und Ergebnisse faktorenanalytischer Forschung. Unveröffentlichte Dissertation, Universität Köln.

(2) bei Buchbesprechungen:

Dokecki, P. R. (1973). When the bough breaks... What will happen to baby? (Review of Rock-a-bye baby by L. Wolff). Contemporary Psychology, 18, 64.

(3) bei Filmen:

Carl, S. J. (Produzent). (1971). Wissenschaftliches Arbeiten. München: Bavaria-Film. (Film)

Fr das Literaturverzeichnis sind außer den vollständigen bibliographischen Angaben insbesondere die formalen Kriterien der Kursivschreibung (bzw. Unterstreichung) und Zeichensetzung zu beachten. In englischsprachigen Titeln von Artikeln und Büchern werden (mit Ausnahme des Satzanfangs und dem ersten Wort nach einem Doppelpunkt) alle Wörter· kleingeschrieben.

3 Die Anordnung des Literaturverzeichnisses

Im Literaturverzeichnis wird die in der Arbeit verwendete Literatur alphabetisch nach den Verfassernamen geordnet angeführt. Falls von einem Autor mehrere Veröffentlichungen aufgenommen wurden, so sind diese aufsteigend nach dem Erscheinungsjahr zu ordnen. Publikationen ein und desselben Autors, die im selben Jahr erschienen sind, werden durch an die Jahreszahl angehängte Kleinbuchstaben (a, b, c, ...) unterschieden. Werden von einem Autor sowohl Veröffentlichungen aufgenommen, die dieser allein verfaßt hat, als auch solche, die Mitautoren aufweisen, so werden zuerst die Veröffenlichungen mit alleiniger Autorschaft und dann diejenigen mit Koautoren, nach den Namen der Mitautoren alphabetisch geordnet, aufgeführt. Dies gilt auch dann, wenn dadurch das Prinzip der chronologischen Abfolge verletzt wird. Ausschnitt aus einem nach diesem Grundsatz aufgebauten Literaturverzeichnis:

Bruner, J. S. (1951). Personality dynamics and the process of perceiving. In R. R. Blake, & G. V. Ramsey (Eds.), Perception: An Approach to Personality (pp. 121-147). New York: Ronald.

Bruner, J. S. (1957a). On perceptual readiness. Psychological Review, 59, 123-152.

Bruner, J. S. (1957b). Neural mechanisms in perception. Psychological Review, 59, 340-358.

Bruner, J. S. (1959). Learning and thinking. Harvard Educational Review, 29, 184-192.

Bruner, J. S. & Minturn, A. L. (1955). Perceptual identification and perceptual organization. Journal of Genetic Psychology, 53, 21-28.

Bruner, J. S. & Postman, L. (1947). Emotional selectivity in perception and reaction. Journal of Personality, 16, 69-77.

Im Literaturverzeichnis wird nur diejenige Literatur· angeführt, die in der Arbeit tatsächlich benutzt wurde, d. h. zu jeder· Eintragung im Literaturverzeichnis muß sich ein Verweis im Text finden.· Umgekehrt muß jeder Hinweis im Text auch im Literaturverzeichnis· aufzufinden sein. Eine mögliche Ausnahme von dieser Regel sind Literaturverzeichnisse zu· Sammelreferaten, die bisweilen Anspruch auf Vollständigkeit für das behandelte Problemgebiet erheben, ohne daß im Text auf alle Untersuchungen eingegangen wurde. Diese Literatur soll dann deutlich, mit entsprechender Überschrift versehen, vom übrigen Literaturverzeichnis abgehoben werden.

Leitfragen: Literaturverzeichnis

  •  Sind alle Angaben vollständig?
  •  Sind alle Angaben richtig (z.B. Namen, Jahres-, Band- und Seitenzahlen)?
  •  Stimmen Reihenfolge der Angaben und Zeichensetzung?
  •  Enthält das Literaturverzeichnis alle im Text angesprochenen Arbeiten?
  •  Kommt jede im Literaturverzeichnis aufgeführte Arbeit auch im Text vor?
  •  Stimmt die alphabetische Reihenfolge?

Tabellen und graphische Darstellungen:

1 Tabellen

Tabellen sollen so einfach wie mglich sein, die Tatbestände eindeutig und übersichtlich dargestellt werden. Textangaben sollen möglichst kurz, aber eindeutig und vollständig sein. Das heißt, die Tabellen müssen eine Erläuterung ihrer Benutzung und sämtlicher in ihnen verwendeten Maßeinheiten, Abkürzungen usw. enthalten, so daß auf Verweise im Text verzichtet werden kann. Jede Tabelle muß eine Überschrift haben. Die Überschrift muß in jedem Falle den Titel der Tabelle enthalten. Titel sollen in möglichst knapper Fassung den wesentlichen Tabelleninhalt kennzeichnen. Jede Spalte einer Tabelle muß einen Tabellenkopf erhalten, d.h. es muß eindeutig zu ersehen sein, welche Kategorie von Daten in der entsprechenden Spalte erscheint. Anmerkungen, die sich auf einzelne Spalten usw. beziehen, sind unter die Tabelle zu setzen. Für Beispiele empfehlen wir, ein Heft einer der eingangs angegebenen Fachzeitschriften heranzuziehen! Sämtliche Tabellen der Arbeit werden mit laufenden Nummern, und zwar arabischen Ziffern, versehen. Diese müssen in Textverweisen verwendet werden, z.B. "Wie Tabelle 13 zeigt", nicht aber "Wie die folgende Tabelle zeigt,". Bloßer Verweis auf eine Tabelle reicht im allgemeinen nicht aus; in der Regel muß ihr Inhalt im Text erläutert werden. Zusammenfassende Tabellen werden in den Text eingefügt, umfangreiche Materialsammlungen der Arbeit als Anhang beigegeben. Manuskripte zur Veröffentlichung müssen alle Tabellen und Abbildungen auf gesonderten Blättern am Schluß des Manuskripts enthalten. Im laufenden Text ist daher anzugeben, an welcher Stelle eine Tabelle oder Abbildung ungefähr bei der Drucklegung plaziert werden soll. Der übliche Hinweis lautet: Etwa hier Tabelle 1 einsetzen bzw. Etwa hier Abbildung 3 einsetzen
Wird für eine Publikation (z. B. Buch oder Zeitschriftenartikel) eine Tabelle aus einer bereits veröffentlichten Quelle übernommen, muß vorher eine Genehmigung eingeholt werden. In diesem Falle erscheint unter der Tabelle eine Fußnote. Beispiel: Aus "Erbsenzählen bei schwacher Beleuchtung" von P.R. Hochstösser (1967), Philometrika, 23, 49-123.· Copyright (c) Deutsche Gesellschaft für Grenzfragen. Abdruck genehmigt.

2 Graphische Darstellungen

Kleinere graphische Darstellungen und Abbildungen werden in den Text eingeführt, für größere (mehr als eine halbe Seite) wird jedoch eine eigene Seite vorgesehen. Bei der Anfertigung graphischer Darstellungen ist folgendes zu beachten: Die Koordinatenachsen müssen verständlich beschriftet sein. Der Name der Variablen (Maßdimension) ist anzugeben (Beispiel: x, y, f, Reaktionszeit usw.), ebenso die Maßeinheit (Gramm, Sekunden, Millisekunden usw.). Die Maßeinheit ist in gebräuchlichen und schnell ablesbaren Stufen auf den Koordinatenachsen abzutragen (Vielfache von 1, 2, 5 und 10). Unter Umständen werden verschieden große Stufen durch verschieden lange Striche wiedergegeben.
Wenn in einem Schaubild mehrere Kurven erscheinen, so unterscheidet man sie am besten durch verschiedene Strichqualitäten (durchgezogen, gestrichelt, gepunktet...), nicht durch verschiedene Farben. Für die photographische oder photomechanische Reproduktion ist dies unerläßlich, da Farben hier nicht berücksichtigt werden können. Man kann verschiedene Kurven zusätzlich noch dadurch unterscheiden, daß die Punkte, die auf ihnen liegen, mit verschiedenen Symbolen bezeichnet werden. Bei Skizzen über räumliche Verhältnisse (Grundrisse, Konstruktionszeichnungen) ist der Maßstab anzugeben. Wenn ein und dieselbe Maßdimension in verschiedenen Schaubildern erscheint, sollte der Maßstab nur dann geändert werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Jede graphische Darstellung verlangt eine ausführliche Erläuterung (Legende). Insbesondere ist die Bedeutung aller in der Abbildung verwendeten Symbole, Abkürzungen und Buchstaben zu definieren. Verweise auf den Text sind so sparsam wie möglich zu halten. Abbildungen und graphische
Darstellungen ohne Legende sind wertlos. Der Text (z. B. Abbildung 7: Konfliktstärke in Abhängigkeit von...) wird unter die Abbildung gesetzt, im Gegensatz zu Tabellen, die eine Überschrift erhalten. Alle Abbildungen und Darstellungen einer Arbeit sollten mit laufenden Nummern, und zwar arabischen Ziffern, versehen werden. Diese müssen in Textverweisen verwendet werden, z.B. "Wie Abbildung 13 zeigt", nicht aber "Wie die folgende Abbildung zeigt,". Bloßer Verweis auf eine Abbildung reicht im allgemeinen nicht aus; in der Regel muß ihr Inhalt im Text erläutert werden.

Hinweise zur sprachlichen Gestaltung:

1 Akademische Titel

Akademische Titel aller Art werden in Literaturhinweisen und im Literaturverzeichnis nicht erwähnt, auch dann nicht, wenn sie auf dem Titelblatt der zitierten Arbeit angegeben sind (also nicht: Prof. Dr. R. Meili, Lehrbuch der psychologischen Diagnostik). Dagegen können sie angegeben werden, wenn persönliche Mitteilungen im Text als Zitate gebracht· werden. Man schreibt dann in einer Fußnote: "Persönliche Mitteilung von Dr. Norbert Noitall." In Vorworten, Danksagungen usw. wird die volle Anrede verwendet, also: "Ich danke meiner verehrten Lehrerin, Frau Professor Dr. Dr. Lisbeth Libellenflügel, für die wirklich echt mustergültige Betreuung der Arbeit.".

2 Redeform

In wissenschaftlichen Abhandlungen wird die Ichform nicht oft verwendet; stattdessen spricht oft der Verfasser von sich selbst, wenn überhaupt, als "Verfasser" oder in der ersten Person Plural. Das fördert aber durchaus nicht die Lesbarkeit; deshalb empfiehlt die APA seit einiger Zeit ihren Autoren die Ich- oder Wirform anstelle z.B. Passivumschreibungen. In Vorworten, wo ein persönlicher Dank ausgesprochen wird, in Widmungen und in Erklärungen über die selbständige Anfertigung der Arbeit soll immer in der ersten Person Singular gesprochen werden.

3 Abkürzungen

Gebräuchliche Abkürzungen sollten verwendet werden; sie brauchen nicht eigens erläutert zu werden. Führt der Verfasser für Ausdrücke, die in seiner Arbeit häufig gebracht werden, eigene Abkürzungen ein, so sind diese bei ihrer ersten Verwendung zu erläutern, indem beim ersten Auftreten eines derartigen Begriffes der Ausdruck ausgeschrieben wird und die entsprechende Abkürzung in Klammern hinzugefügt wird.

4 Namensnennung

Die Namen von Autoren wurden früher in GROSSBUCHSTABEN oder g e s p e r r t geschrieben. Beides ist heute nicht mehr üblich, weder im Text noch im Literaturverzeichnis.

5 Fachausdrücke

Psychologische Fachausdrücke, die aus dem Lateinischen oder Griechischen stammen, sollen im allgemeinen unverändert verwendet werden; ungebräuchliche, vom Autor selbst eingeführte Verdeutschungen können das Verständnis der Arbeit behindern und haben oft umgangssprachliche Nebenbedeutungen, die zu notorischen Mißverständnissen führen. Fachausdrücke aus neuen Sprachen (englisch, französisch) fügen sich im allgemeinen weniger leicht in den deutschen Text ein; werden sie durch deutsche Ausdrücke ersetzt, so sollte man sich um eine von einem anderen Autor bereits verwendete Übersetzung bemühen und erst, wenn dies scheitert, zu einer eigenen Übersetzung greifen. In beiden Fällen ist bei der erstmaligen Verwendung der Übersetzung immer der ursprüngliche Ausdruck in Klammern beizufügen.· Dringend zu warnen ist vor der Verwendung von fremdsprachlichen Ausdrücken, die in Wirklichkeit Übersetzungen von deutschen Ausdrücken (Beispiele: Repression für Verdrängung, time order error für Zeitfehler oder span of attention für Aufmerksamkeitsspanne usw.), oder überflüssige Neuschöpfungen sind (Beispiele: Retention, Rekognition oder Detektion anstatt Behalten, Wiedererkennen bzw. Entdecken). Man hüte sich davor,· durch die Verwendung fremdsprachlicher Ausdrücke den Anschein der "Wissenschaftlichkeit" zu erwecken. Im übrigen kann die Verwendung oder Nicht-verwendung fremdsprachlicher Ausdrücke weder im positiven noch im negativen Sinn ein Kriterium für die Güte der Arbeit sein, entscheidendfür die Beurteilung ist, ob die Fachausdrücke richtig und vor allem unmißverständlich verwendet wurden.

6 Schreibweise

Hinsichtlich der allgemeinen Regeln der deutschen Schriftsprache (Formenlehre, Rechtschreibung, z. B. Ausschreiben von Zahlen, Zeichensetzung und dergleichen) sollte man sich nach dem Duden richten. Daß orthographische und syntaktische Fehler nicht vorkommen, muß als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Auf Tippfehler und Nachlässigkeiten muß jedes Manuskript peinlich genau durchgesehen werden, bevor es irgendeiner Stelle zur Beurteilung oder Veröffentlichung eingereicht wird.

7 Allgemeines zum sprachlichen Ausdruck

Die Gesetze der Essayistik und schöngeistigen Literatur finden auf wissenschaftliche Darstellung keine Anwendung; stilistisch originelle Wendungen sind klaren Formulierungen zu opfern. Das im Sprachunterricht empfohlene Wechseln von Ausdrücken für ein und denselben Begriff z. B. ist in wissenschaftlichen Texten zu vermeiden, da es oft zu Mißverständnissen führt. Feste Regeln für den sprachlichen Ausdruck lassen sich nicht geben. Jedem, der ernsthaft um die sprachliche Klarheit und Verständlichkeit seiner Texte bemüht ist, seien z.B. die Empfehlungen und Anregungen der APA (American Psychological Association, 1983), von Booth (1993), Day (1988) und von Langer, Schulz v. Thun und Tausch (1981) ans Herz gelegt.

Leitfragen: Sprachliche Gestaltung

  •  Ist die Arbeit so klar und verständlich, daß sie nicht nur der Fachmann versteht?
  •  Sind alle Abkürzungen nötig? Wenn ja, sind alle erläutert?
  •  Ist jedes Fremdwort nötig?
  •  Läßt es sich nicht einfacher, knapper sagen?
  •  Würde ich die Arbeit selber lesen wollen?

Literatur:

American Psychological Association. (Ed.). (1983). Publication Manual of the American Psychological Association (3rd ed.). Washington, D.C.: APA.
Booth, V. (1993). Communicating in science: Writing and speaking (2nd ed.). Cambridge: University Press.
Day, R.A. (1988). How to write and publish a scientific paper (3rd ed.). Cambridge: University Press.
Deutsche Gesellschaft für Psychologie (Hrsg.). (1987). Richtlinien zur Manuskriptgestaltung. Göttingen: Hogrefe.
Deutscher Normenausschuß (Hrsg.). (1957). Deutsche Normen: Gestaltung statistischer Tabellen. Berlin: Beuth.
Fisch, R. & Ugarte, W. (1977). Richtlinien für die Abfassung einer· wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Psychologie. Psychologische Rundschau, 28, 153-174.
Langer, I., Schulz v. Thun, F. & Tausch, R. (1981). Sich verständlich ausdrücken. (2. Aufl.). München: Reinhardt.

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Literatur

Hinweise zur Gestaltung von Literaturarbeiten im Rahmen von Bachelor-, Master-, Diplom- und Hausarbeiten im Bereich Biologische und Klinische Psychologie des Instituts für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Univ. Prof. Dr. Wolfgang H. R. Miltner
November 2009

Für allgemeine Hinweise zur Anfertigung  wissenschaftlicher Arbeiten siehe auch:

Jürg Niederhauser (2006) Duden. Die schriftliche Arbeit - kurz gefasst: Eine Anleitung zum Schreiben von Belegarbeiten in Schule und Studium. Literatursuche, Materialsammlung und Manuskriptgestaltung mit vielen Beispielen. Bibliographisches Institut, Mannheim

Norbert Franck (2009): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens: Eine praktische Anleitung, UTB, Stuttgart

Der nachfolgende Text repräsentiert Auszüge aus „Richtlinien zur Gestaltung der Literaturarbeit im Rahmen des Studiums Bachelor of Science in Psychologie UZH, Psychologisches Institut der Universität Zürich, August 2009“ und „ Axel Buchner, Zur Gestaltung von Haus- und Diplomarbeiten, Institut für Experimentelle Psychologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf“.

1 Einleitung

Wissenschaft beruht nicht nur darauf, mit geeigneten Methoden wissenschaftlich relevante Fragestellungen zu beantworten, sondern auch darauf, diese neu gewonnenen Erkenntnisse einer breiten Fachöffentlichkeit in Publikationen (wissenschaftliche Vorträge und schriftliche Beiträge) zugänglich zu machen. Der wesentliche Teil des Fortschritts in der Wissenschaft geschieht über die Publikation und Rezeption von Fachartikeln. Sämtliche wissenschaftliche Publikationen sollten gewissen formalen und inhaltlichen Standards genügen, die sicherstellen, dass alle zum Verständnis des Inhaltes relevanten Informationen vorhanden sind und dass die Arbeit formal-logischen Ansprüchen genügt. In den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen haben sich daher Konventionen etabliert, die in den jeweiligen Domänen unbedingt zu beachten sind. Darüber hinaus haben sich Standards des Textsatzes etabliert, die ursprünglich zur Erleichterung der Arbeit der Setzer dienten nun aber ebenso zu den formalen Richtlinien gezählt werden. In den vorliegenden Richtlinien werden die formalen und inhaltlichen Kriterien zur Gestaltung der Literaturarbeit im Rahmen des Studiums Bachelor of Science in Psychologie an der Universität Zürich beschrieben. Diese Kriterien basieren auf den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie sind jedoch auf die Besonderheiten der Literaturarbeit zugeschnitten. Die vorliegenden Richtlinien gliedern sich in mehrere Bereiche: den inhaltlichen (prototypischen) Aufbau, die formale Gestaltung des Textes, der Tabellen und der Graphiken1 sowie in
allgemeinere Richtlinien zur Manuskriptgestaltung.

2 Aufbau und Umfang der Literaturarbeit

Die Literaturarbeit ist im Stil einer Übersichtsarbeit (eines Review-Artikels) anzufertigen. In dieser besonderen Form der wissenschaftlichen Publikation wird der Stand der wissenschaftlichen Forschung zu einer bestimmten Fragestellung zusammengetragen und kritisch bewertet. Sie ist von den häufiger erscheinenden empirischen Originalarbeiten zu unterscheiden, in denen neue Forschungsfragen entwickelt und empirisch untersucht werden. Die Literaturarbeit sollte einen Umfang von 20 bis 30 Seiten haben (Abweichungen sind mit der Betreuerin / dem Betreuer abzusprechen).

Die Literaturarbeit besteht aus den folgenden Bestandteilen:

1) Titelblatt
2) Inhaltsverzeichnis
3) Zusammenfassung
4) Einleitung
5) Hauptteil
6) Diskussion
7) Literaturverzeichnis
8) Anhang
9) Selbständigkeitserklärung

2.1 Titelblatt

Das Titelblatt enthält folgende Angaben:

1) Titel der Arbeit
2) Art der Arbeit (Literaturarbeit)
3) Name der Verfasserin / des Verfassers (inkl. Postadresse, Telefonnummer, EMail-
Adresse)
4) Name des betreuenden Lehrstuhls, Name des Lehrstuhlinhabers/der
Lehrstuhlinhaberin, Name des Betreuers/der Betreuerin, Psychologisches Institut,
Universität Zürich
5) Abgabedatum

2.2 Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis dient dem/der Lesenden als Strukturierungshilfe und enthält alle im Text vorkommenden Überschriften mit den entsprechenden Seitenzahlen. Welches Gliederungsschema (römische, arabische Schriftzeichen, Ziffern, Dezimalsystem) Sie im Einzelfall vorziehen, steht Ihnen frei; wichtig ist, dass das gewählte Schema konsequent eingehalten wird. Es sollte darauf geachtet werden, keine allzu feine Untergliederung vorzunehmen. Verwenden Sie also in der Regel maximal vier Ebenen. (Das Inhaltsverzeichnis dieser Richtlinien zum Beispiel weist eine Dezimalgliederung mit zwei Ebenen auf.).

2.3 Zusammenfassung (Abstract)

Sinn und Zweck einer Zusammenfassung ist, die Leserin/den Leser über dien wichtigsten Themen und Ergebnisse der Arbeit so knapp wie möglich zu informieren. Sie spiegelt in einer stark gekürzten Form den Inhalt der Arbeit wieder und informiert über folgende drei Aspekte: Fragestellung, theoretische Erkenntnisse und, bei Forschungsarbeiten, angewandte Methode. Die Zusammenfassung umfasst 75 bis 150 Wörter und besteht aus nur einem Absatz. Die Zusammenfassung sollte auch ohne spezifische Fachkenntnisse verständlich sein. Deshalb sind hier (ebenso wie im Haupttext) allfällige Abkürzungen, die nicht Bestandteile der Umgangssprache sind, beim ersten Auftreten zu erläutern.

2.4 Einleitung

Die Einleitung, als erstes inhaltliches Element der Arbeit, dient zur Einordnung der vorliegenden Arbeit in einen übergeordneten theoretischen Rahmen. Die Bedeutung der bearbeiteten Fragestellung (z.B. Konsequenzen für die therapeutische Arbeit oder die Klärung eines theoretischen Widerspruchs) soll aufgezeigt und entwickelt werden. Dabei wird die Leserin / der Leser so an die bearbeitete Fragestellung herangeführt, dass alle wesentlichen Konstrukte und Theorien, eingeführt werden, die zur Beantwortung der vorliegenden Forschungsfrage bemüht werden. Bestehende Widersprüche zwischen psychologischen Theorien oder offene Fragen sollen hier knapp aufgeworfen werden, damit sie im Theorieteil aufgegriffen und vertieft werden können. Es ist insbesondere zu beachten, dass die Einleitung auch dazu dient, den Rahmen der Literaturarbeit abzustecken. Dabei soll der zu bearbeitende Bereich der Forschungsliteratur eingegrenzt und der Aufbau der Literaturarbeit erläutert werden.

2.5 Theorieteil / Hauptteil

Der Hauptteil bildet das Kernstück der Literaturarbeit. Dieser Abschnitt der Arbeit dient dazu, einen detaillierten und umfassenden Überblick über die bestehende Literatur zur aufgeworfenen Fragestellung zu geben. Die Fragestellung, die in der Einleitung umrissen worden ist, bildet den Drehpunkt des Hauptteils, d.h. der oder die Schreibende soll stets das Hauptthema im Fokus behalten. Es kann und sollte auf Beiträge in Lehrbüchern, bestehende Überblicksarbeiten und auch auf empirische Originalarbeiten verwiesen werden. Die Literatur sollte im Hinblick auf die Fragestellung kritisch beleuchtet und die Implikationen der einzelnen Theorien oder Ansätze für das Forschungsthema verdeutlicht werden. Mögliche Bestandteile dieses Abschnitts (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) sind: Diskussion von Theorien und Befunden zum gewählten Thema und Herstellen von Zusammenhängen zwischen vorher unverbunden erscheinenden Phänomenen.

2.6 Zusammenfassung und / oder Diskussion

Im abschließenden inhaltlichen Teil der Literaturarbeit soll die Verfasserin / der Verfasser die wesentlichen Aspekte des Theorieteils wiedergeben und eine eigenständige kritische Bewertung der referierten Arbeiten geben. In diesem Abschnitt können mögliche Erweiterungen bestehender Theorien oder Spekulationen über Grenzen der bearbeiteten Befunde und Theorien angeführt werden. Insgesamt soll der Beitrag der vorliegenden Arbeit herausgestellt werden, ohne dabei die Einschränkungen, unter denen die Schlüsse der Arbeit gültig sind, zu vernachlässigen. Allfällige Vorschläge für Forschungsprogramme oder Untersuchungsdesigns können hier aufgeführt werden. Mögliche Bestandteile der Diskussion sind:


1) Zusammenfassung früherer Untersuchungen und Erklärungsansätze (Standortbestimmung der aktuellen Forschung)


2) Aufzeigen von Beziehungen, Widersprüchen, Sprüngen und Inkonsistenzen in der Literatur

3) Vergleich von verschiedenen Theorien mittels anderweitig verfügbarer Erkenntnisse (z. B. Querbezüge zu anderen Forschungsgebieten, Plausibilität für die Erklärung realer 

    Probleme oder Ereignisse)

2.7 Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis entspricht dem Quellenverzeichnis der in der Literaturarbeit aufgeführten Literatur. Es werden nur die Quellen angegeben, die auch tatsächlichim Text genannt sind und nicht alle Bücher und Artikel, die zur Bearbeitung des Themas gelesen wurden. Die Hauptfunktion des Literaturverzeichnisses ist es, Leserinnen und Lesern die Überprüfung aller Angaben möglichst leicht zu machen. Deshalb muss ein Literaturverzeichnis vollständig sein, darf keine Abkürzungen (bis auf Vornamen) enthalten und soll für in deutscher Sprache verfasste Arbeiten nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus dem Jahre 2007 oder, für englischsprachige Arbeiten, nach den Standards der American Psychological Association (2002) erstellt werden. Allerdings werden dabei Buchtitel und
Zeitschriftennamen etc. nicht unterstrichen, sondern kursiv gesetzt4.

2.8 Anhang

Im Anhang finden sich wichtige Materialien, die benötigt werden, um alle Behauptungen der Arbeit nachprüfen zu können, sofern die entsprechenden Angaben nicht schon im Text zu finden sind. Es sind nur solche Anhänge aufzunehmen, auf die auch im Text verwiesen wird. Kommen zwei oder mehr Anhänge vor, werden diese als Anhang A, Anhang B usw. gekennzeichnet. Jeder Anhang muss außerdem so erläutert werden, dass er verständlich ist. In Überblicksarbeiten ist eher selten mit Anhängen zu rechnen.

2.9 Selbständigkeitserklärung

Jeder schriftlichen Arbeit am Psychologischen Institut ist folgende unterschriebene und datierte Erklärung beizufügen: „Hiermit versichere ich, dass ich die vorgelegte Arbeit selbständig und ohne unerlaubte Hilfsmittel verfasst habe. Andere als die angegebenen Hilfsmittel habe ich nicht verwendet.“

3 Formale Gestaltung

Oberstes Leitprinzip innerhalb einer Arbeit ist Konsistenz. Genauso wie eine Arbeit inhaltlich widerspruchsfrei sein sollte, so sollte sie auch in formaler Hinsicht einheitlich gestaltet sein. Hat man sich also einmal für eine bestimmte Gestaltungsregel entschieden, so ist diese Regel in der ganzen Arbeit durchgängig beizubehalten. Der Wechsel von Gestaltungsregeln verwirrt beim Lesen, stört den Lesefluss oder verhindert gar das Verständnis. Dieser Abschnitt befasst sich mit den formalen Grundregeln der Skriptgestaltung. Bei Beachtung dieser Regeln ist gewährleistet, dass die Arbeit nicht aus formalen Gründen zurückgewiesen werden kann. Hauptkriterium bei der formalen Gestaltung ist die leichte Lesbarkeit, daher kann im Einzelfall von den hier vorgestellten Richtlinien abgewichen werden.

4 Literaturhinweise / Urheberschaft

Für jede wissenschaftliche Arbeit gilt, dass alle Bezüge auf fremde Quellen deutlich gekennzeichnet sein müssen. Grundsätzlich muss für alle in einer Arbeit aufgeführten Behauptungen die zugehörige Quelle zitiert werden. Nicht nur bei wörtlichen Zitaten, sondern auch bei in eigenen Worten wiedergegebenen Aussagen (Paraphrasen) anderer Autorinnen und Autoren muss die Urheberschaft angegeben werden. Arbeiten, die diese Vorschrift missachten und fremde Textteile ohne Herkunftshinweis enthalten, sind als Plagiate zu betrachten. Plagiate bei wissenschaftlichen Arbeiten verstoßen gegen allgemeine Regeln wissenschaftlichen Arbeitens und werden geahndet. Plagiat führt in der Regel zum Nichtbestehen der entsprechenden Prüfung und kann zum Ausschluss vom Studium führen. Somit wird mindestens die Literaturarbeit als Studienleistung abgelehnt und das gewählte Thema verfällt. Literaturhinweise, Zitate und Literaturverzeichnisse in Literatur- und Forschungsarbeiten sollen für Arbeiten in Deutscher Sprache gemäß der Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (2007) aufgebaut sein, für Arbeiten in englischer Sprache gemäß der Richtlinien der American Psychological Association (2002). Die Studentin / der Student versichert mit der Selbständigkeitserklärung sämtliche fremde Quellen angegeben zu haben.

5 Ausdruck und Stil

Wissenschaft ist der Erkenntnis, der Wahrheit, der Realitätsnähe und der Klarheit der Kommunikation verpflichtet. Primäres Ziel von Publikationen ist der Austausch von Erkenntnissen zwischen Fachleuten. Die Literaturarbeit soll so geschrieben sein, dass den fachkundigen Leserinnen und Lesern das Verständnis ohne weiteres möglich ist. Sie soll in einer klaren und schönen Sprache verfasst werden, ohne allerdings schriftstellerischen Ansprüchen genügen zu müssen.

5.1 Die Ordnung der Ideen

Damit die Leserinnen und Leser einem Gedankengang folgen können, ist es notwendig, Ordnung und Kontinuität im Gebrauch von Begriffen und Konzepten, sowie in der Führung einer thematischen Leitlinie zu beachten. In einer wissenschaftlichen Arbeit soll sich von der Einleitung bis zum Schluss inhaltlich und begrifflich ein stringenter Faden ziehen. Typische Kennzeichen eines schlecht geordneten Beitrages sind zu häufige Verweise auf frühere oder folgende Textstellen. Der Text sollte so geschrieben sein, dass die Leserinnen und Leser keine impliziten Zwischengedanken nachvollziehen mussen, um einen Abschnitt zu verstehen. Oft erscheinen einem als Autor oder Autorin solche Verbindungsgedanken als auf der Hand liegend. Die Lesenden sind aber in der Regel nicht auf dem Wissensstand der Schreibenden. Daher muss jeder Satz logisch auf dem vorhergehenden Satz, jedes Kapitel logisch auf das vorhergehende aufbauen. Versuchen Sie sich bereits beim Schreiben der Arbeit in Ihre Leserschaft hinein zu versetzen.

5.2 Der klare Ausdruck

Literarische Spannungsmomente wie das plötzliche Auftreten des Unerwarteten oder das Wechseln des Gegenstandes tragen nicht zur Klarheit und Logik eines wissenschaftlichen Textes bei. Empfehlenswert ist das Gegenlesen eines Manuskripts durch Kolleginnen oder Kollegen. Spezifisch wissenschaftliche Ausdrücke sollen nur dann eingesetzt werden, wenn alltagssprachliche Begriffe verwirrend und mehrdeutig sind. Solche Ausdrücke sind zu definieren bzw. zu erläutern, wenn nicht vorausgesetzt werden kann, dass sie dem Zielpublikum geläufig sind. Innerhalb einer Arbeit sind stets die selben (Fach-) Begriffe zu verwenden. Englische Begriffe sollten nur dann verwendet werden, wenn es keine geeignete deutsche Übersetzung dafür gibt oder die Begriffe mittlerweile auch im deutschen Sprachraum geläufig sind.

5.3 Vorurteilsfreie Sprache

Genauso wie in einem wissenschaftlichen Text inhaltlich keine Wertung bestimmter Gruppen erfolgen darf, sollte auch die Sprache frei sein von diskriminierenden Formulierungen bezüglich Rasse, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter, religiösem Bekenntnis, usw. In der Regel sollten die Bezeichnungen verwendet werden, welche die Betroffenen selbst für sich verwenden. Die Untersuchungsobjekte der Psychologie sind in der Regel Personen; berücksichtigen Sie dies mit entsprechend respektvollen Bezeichnungen. In Bezug auf die sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Paarformen: Explizite Nennung der weiblichen und männlichen Form von Personenbezeichnungen.
  • Geschlechtsneutrale Ausdrücke: substantivierte Adjektive und Partizipien (z. B. die Jugendlichen, die Studierenden).
  • Geschlechtsabstrakte Ausdrücke (z. B. Person, Lehrkraft, Fachleute).
  • Umformulierungen: Neuformulierung von Sätzen unter Vermeidung von Personenbezeichnungen (z. B. "Die Teilnahme an der Studie wurde mit einer Aufwandsentschädigung vergütet" statt "Die Teilnehmer erhielten eine Aufwandsentschädigung").

6 Allgemeine Hinweise

Die Arbeit muss sowohl in schriftlicher, ausgedruckter Version, als auch in elektronischer Form vorgelegt werden. Die schriftliche Version muss in zweifacher Ausführung und in geeigneter gebundener Form abgegeben werden. Die elektronische Form muss als Word-Dokument zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeit wird bei dem zuständigen Prüfungsamt abgegeben. Wir empfehlen Ihnen dringend, die Arbeit sorgfältig und auf mehreren verschiedenen Datenträgern abzuspeichern (Festplatte, USB-Stick, CD etc.). Dies sollte nicht erst für die fertige Arbeit gelten, sondern auch für noch unfertige Fassungen. Ein Datenverlust kann nicht zur Erstreckung der Abgabefrist führen. Speichern Sie verschiedene Fassungen unter verschiedenen Namen ab (z.B. jeweiliges Datum als Teil des Dateinamens), um die jeweils aktuellste Version zu bearbeiten. Außerdem können Sie so bequem auf einen früheren Status Ihrer Arbeit zurückkehren. Zudem empfehlen wir, die Arbeit nicht erst ganz kurz vor dem letzt möglichen Abgabetermin auszudrucken, da es immer wieder vorkommt, dass Drucker im entscheidenden Moment den Dienst versagen. Auch ein Druckerproblem ermöglicht keine Erstreckung der Abgabefrist. Lassen Sie Ihre Arbeit unbedingt von einer Person mit guten Deutschkenntnissen Korrekturlesen. Dabei geht es nicht nur um das Auffinden von Orthographiefehlern, sondern auch um die Grammatik, den Stil und die Leserfreundlichkeit. Eine gebildete Person sollte Ihre Arbeit verstehen können, selbst wenn sie selber nicht Psychologie studiert hat. Obwohl selbständiges Arbeiten ein Bewertungskriterium für die Literaturarbeit ist, bedeutet dies nicht, dass Sie Ihre Betreuerin oder Ihren Betreuer bei Unklarheiten nicht fragen sollen. Sinnvolle, gut überlegte und formulierte Fragen führen sicherlich nicht zu einer negativen Einschätzung Ihrer Arbeit. Im Gegenteil: wenn Sie keine Fragen stellen und dafür Fehler machen, wird dies nicht als kluge Selbständigkeit gewürdigt. Es empfiehlt sich, schon bei der Literaturarbeit ein Zitationsprogramm zu verwenden (z.B. Endnote, EndNoteWeb, Citavi). Zitationsprogramme helfen die verwendete Literatur zu verwalten, aus den angelegten Dateien Literaturverzeichnisse in verschiedenen Formaten zu erzeugen und unterstützen Online-Literaturrecherchen.

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Referate

Wissenschaftlich mit PowerPoint arbeiten / Tobias Ravens. - München : Pearson Studium, c 2003. - 206 S. : Ill., ISBN 3-8273-7053-1

 

1. Ziele des Referats

  • - Was möchte ich mit meinem Referat erreichen?
  • - Welche Vorgaben sind zu berücksichtigen( Hinweise durch den Seminarleiter vorhandene Literaturvorgaben etc.)?
  • - Was sollen die Seminarteilnehmer lernen?

2. Thema des Referats und seiner Bezüge

  • - zu Teilgebieten der Psychologie
  • - zu den Zuhörern
  • - auf welche Auswahl von Inhalten begrenzt sich das Referat?
  • - Vorstellung der eigenen Person

3. Welche Vorkenntnisse werden vorausgesetzt?

  • - bei den Zuhörern?
  • - Welche Fachdisziplinen werden im Thema angesprochen?
  • - Welche Theorien und methodischen Kenntnisse werden vorausgesetzt?
  • - Auf welchen Begriffen wird aufgebaut?

Wenn Vermutungen bestehen, daß grundlegende Theorien, Begriffe oder Methoden nicht vorausgesetzt werden können, sollten diese Inhalte vorab nochmals kurz wiederholt werden.

  • - Was ist bei den Zuhörern bereits bekannt, was ist neu?
  • - Was könnte am meisten interessieren und faszinieren?
  • - Welche Bezüge zu praktischen Anwendungsfragen kann ich voraussetzen oder muß ich herstellen?

4. Inhalt - Sammeln, Auswählen, Gewichten, Gestalten

  • - Welche Theorien, Begriffe und Methoden sind neu und müssen behandelt werden
  • - Welche experimentellen oder empirischen Studien helfen, das Thema am besten zu verdeutlichen?
  • - Wieviel Zeit steht mir zur Verfügung?
  • - Wo können Schwerpunkte gesetzt und wo kann gekürzt werden?
  • - Welche Kernaussagen möchte ich auf jeden Fall vermitteln?
  • - Welche Beispiele können die Kernaussagen am besten verdeutlichen?
  • - Wie kann ich die Logik meiner Argumentation verdeutlichen (Übersicht auf Folie geben)
  • - Welche Medien zur Visualisierung kann ich einsetzen?
  • - Welche Abbildungen, Flußdiagramme, Gliederungen helfen am besten, das präsentierte leicht nachzuvollziehen?
  • - Werde ich ein Manuskript für meinen Vortrag anfertigen oder völlig frei reden?

5. Manuskript

  • - Wie gestalte ich die Vorlage für den Vortrag?
  • - Kärtchen mit Stichpunkten, die alle wesentlichen Informationen enthalten, neben Inhalt auch Hinweise auf die Dramaturgie, Auftreten, z.B. Erinnerung an Blickkontakt oder Verständnisfragen, Auflegen von Folien oder Fragen zum Einbeziehen der Zuhörer
  • - auf die Kärtchen nicht zuviel schreiben
  • - Stichpunkte reichen, dann wird auch die Rede frei
  • - auch Einleitung und Schluß sowie Inhalte der Folien festhalten

6. Aufbau des Referats

Einleitung (ca. 15% der Zeit)

  • - Teilnehmern einen Überblick über das Thema des Referates geben
  • - Gliederung vorstellen
  • - Thema einleiten
  • - Aufmerksamkeit und Interesse wecken
  • - Bezug zu den Teilnehmern herstellen

Hauptteil (ca. 75% der Zeit)

  •  - roten Faden nicht verlieren: immer wieder auf Gliederung zurückkommen

Schluß (ca. 15% der Zeit)

  • - Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen
  • - Verständnisfragen klären
  • - Überleitung zur Diskussion , Zuhörer zu Fragen und Beiträgen animieren
  • - Referat abrunden, indem man sich z.B. bei den Zuhörern bedankt

7. Verhalten gegenüber den Zuhörern

  • - Blickkontakt halten
  • - Verständnisfragen zulassen und dazu ermuntern
  • - langsam sprechen und Pausen einlegen
  • - Inhalte wiederholen
  • - unterschiedliche Formulierungen verwenden
  • - Zuhörer mit Namen ansprechen, falls bekannt
  • - weibliche Formen auch verwenden
  • - freundliche und offene Mimik

8. Auftreten

  • - persönlichen Bezug einbringen, z.B. Erfahrungen während der Beschäftigung mit dem Thema
  • - sorgfältige Vorbereitung soll erkennbar sein

9. Visualisierung und Medieneinsatz

  •  - zu allen wichtigen Teilen der Präsentation (Gliederung, Kernaussagen) Visualisierungen anfertigen
  • - mögliche Visualisierungen: Text, grafische Schaubilder, Symbole, Bilder

Wichtige Punkte für eine Textvisualisierung (Bsp.: Overhead-Folie):

  • - weniger ist mehr!
  • - nur wichtige Kernaussagen
  • - einfache, präzise Formulierungen
  • - stichwortartige Aufzählungen
  • - Abstand zwischen den Zeilen nicht zu gering wählen
  • - Lesbarkeit bis zur letzten Reihe sicherstellen
  • - maximal 7 Inhaltspunkte pro Visualisierung

Mögliche Medien sind: Overhead, Tafel, Dia, Flip-Chart, Pinwand, Video

Allgemeine Hinweise für den Einsatz von Medien:

  • - freie Sicht für alle Teilnehmer auf das Medium ermöglichen
  • - der dargestellte Inhalt muß für alle lesbar sein
  • - genügend Zeit für das Wahrnehmen des Gezeigten geben
  • - Blickkontakt mit dem Publikum auch während des Medieneinsatzes halten (nie mit dem Rücken zum Publikum stehen und zur Tafel sprechen)
  • - gegebenenfalls mit Hand, Stift oder Zeigestock durch das Medium "führen"
  • - das, was das Medium darstellt, erläutern (Bsp. eine Tabelle, Gliederung etc.) und dies nach der Erläuterung entfernen
  • - möglichst zwei Medien verwenden (z.B. Flip-Chart oder Tafel, um visualisierte

Inhalte dauerhaft zu zeigen; Overhead, verwenden, um sie kurzzeitig zu präsentieren)

Tips zur Herstellung von Overhead-Folien:

  • - pro Folie nur ein Thema
  • - pro Folie möglichst nicht mehr als 6 bis 8 Zeilenmindestens 14-Punkt Schriftgröße
  • - wieder nach dem Motto: weniger ist mehr!eigentliche Schriftfarbe sollte schwarz sein; rot/grün zum Unterstreichen und Hervorheben verwenden

Tips zum Schreiben auf Flip-Chart:

  • - der Flip-Chart eignet sich für ein Publikum bis maximal 20 Personen
  • - Abstand der Zuhörer zum Flip-Chart max. 8 m
  • - pro Plakat nur ein Thema
  • - die eigentliche Schriftfarbe sollte schwarz sein
  • - optimale Schrift: Schriftgröße: 2,5 - 5 cm
  • - in Druckschrift schreiben
  • - Groß- und Kleinbuchstaben verwenden

10. Schriftliches Material für die Teilnehmer

Man sollte abwägen, ob das Handout vor oder nach dem Referat ausgeteilt werden soll. Austeilen vor dem Referat gibt den Zuhörern die Möglichkeit, sich immer wieder am Thesenblatt zu orientieren, Ergänzungen anzufügen, ohne alles mitzuschreiben. Gleichzeitig
besteht aber die Gefahr, daß sie mehr auf das Blatt als auf den Referenten sehen und ihre Aufmerksamkeit nicht mehr ungeteilt auf dem Vortrag ruht.

Mögliche Lösung:

  • - zu Beginn darauf hinweisen, daß alles wesentliche auf dem Handout steht und
  • - ankündigen, daß das Handout erst zum Schluß verteilt wird (verhindert allerdings Anmerkungen)

11. Üben

  • - Die Präsentation sollte mindestens einmal (besser zweimal), am besten natürlich vor "Probepublikum" geübt werden.
  • - Hierbei sollte man auf die benötigte Zeit achten und Inhalte entsprechend kürzen, um im vorgegebenen Zeitrahmen zu bleiben.

12. Frage- oder Diskussionsrunde

  • - vorher klären, wer die Diskussion leitet
  • - wenn man selbst Diskussionsleiter ist: provokante Fragen überlegen, um eine Diskussion in Gang zu bringen

13. Rahmenbedingungen

  • - einen exakten zeitlichen Rahmen planen, der ausreichend Zeit für Fragerunde und Diskussion läßt
  • - dieser Rahmen sollte dem Publikum mitgeteilt werden
  • - nach Möglichkeit für frische Luft und geeignete Lichtverhältnisse sorgen

14. Gruppenpräsentationen

  • - zu Beginn der Präsentation darauf hinweisen, daß es sich um eine Gruppenpräsentation handelt und die Gruppenmitglieder und deren Beiträge vorstellen
  • - Der Wechsel zwischen einzelnen Gruppenmitgliedern während der Präsentation sollte gestaltet werden. Darauf achten, daß die Übergabe und Übernahme sowohl inhaltlich ("Die folgenden Ausführungen zum Thema ...") als auch personenbezogen ("wird ...vorstellen") erfolgen müssen.

15. Nachbereitung

  • - Reflektieren, was das nächste Mal anders gehandhabt werden sollte. Hierzu ist es hilfreich, sich Feedback von anderen geben zu lassen.

Literatur

• Hartmann, M., Funk, R. & Nietmann, H. (1992). Präsentieren. Weinheim: Beltz.
• Kulich, C. (1991). Erfolgreich Präsentieren. Ehningen: Expert.
• Seifert, J.W. & Pattay, S. (1989). Visualisieren - Präsentieren - Moderieren. Speyer: Gabal.