Rehabilitation Fazialisparese

 

Entwicklung und Evaluation eines neuen Aansatzes zur Behandklung von chronischen Fazialisparesen

Leiter: Professor Dr. Wolfgang Miltner, Dipl. Ing. Holger Hecht, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Psychologie, Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie und Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius und Eva Maria Miltner, Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Jena.

Beteiligte Bachelorstudierende: Roxana Koppe, Laura Spick

Masterstudierende: Annie Srowig, Beatrice Rietz, Jennifer Neubauer,

Zeitdauer: fortlaufend seit 2014

 

Im Zentrum dieses Projektes steht die Entwicklung und Evaluation eines neuen Biofeedback-basierten Behandlungsansatzes für Patienten mit chronischen Erkrankungen des Fazialisnervs und daraus resultierender halbseitiger Gesichtslähmung. Das Konzept basiert auf einem am Lehrstuhl über viele Jahre an Schlaganfallpatienten erprobten verhaltenspsychologischen Ansatzes, in dem verschiedene Methoden aus Physiotherapie, Psychologie und Verhaltensmedizin kombiniert werden. Unter physiotherapeutischer Anleitung und mit Hilfe einer Vielzahl für die Gesichtsmuskulatur entwickelter Bewegungsübungen und der simultanen Aufzeichnung der elektrischen Aktivitäten der Gesichtsmuskeln und Rückmeldung dieser Aktivität an die Patienten (Neurofeedback) werden die Patienten befähigt, ihre gesamte Gesichtsmuskulatur neu und besser zu kontrollieren. Ergänzt werden diese Übungen durch tägliche Hausaufgaben, die auf Station absolviert werden. Das tägliche Training von 3 - 4 Stunde Dauer erstreckt sich über zwei Wochen, wobei die Patienten in dieser Zeit stationär in der Klinik für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde aufgenommen werden. Weitere Informationen zu diesem Training finden sie hier. Wissenschaftliche Fragestellungen dabei sind, für welche spezifischen Formen der Fazialisparese dieses Training besonders hilfreich ist, durch welche speziellen therapeutischen Methoden das Training optimiert werden kann und wie sich die Effekte des Trainings standardisiert und objektiv mit Hilfe von Selbst- und Fremdbeobachtungsinstrumente und psychophysiologischen Parametern einfach und valide quantifizieren lassen.

Miltner, W. H. R., Weiss, T., & Miltner, E. M. (2016). Feeback training and other training programs. In O. Guntinas-Lichius & B. M. Schaitkin (Eds.), Facial nerve disorders and diseases: Diagnois and management (pp. 342-355). Stuttgart, New York: Thieme.
Dobel, C., Miltner, W. H. R., Witte, O. W., Volk, G. F., & Guntinas-Lichius, O. (2013). Emotional Impact of Facial Palsy. Laryngo-Rhino-Otologie, 92(1), 9-23. doi:10.1055/s-0032-1327624