Forschung

 

In unserer grundlagenorientierten Forschung untersuchen wir mit modernen psychobiologischen Methoden (u.a. Multikanal-Elektroenzephalographie, Magnetoenzephalographie, Dipolanalysen, strukturelle und funktionelle Kernspintomographie), welche Strukturen und neuronale Prozesse uns dazu befähigen zu lernen, Erfahrungen zu speichern (Gedächtnis), Fehler zu erkennen und Gefühle zu entwickeln.

 

Darüber hinaus interessiert uns, welche Konsequenzen Erkrankungen, Schädigungen und Funktionsstörungen dieser Strukturen für die Entwicklung verschiedener neuropsychologischer Störungen (sensorische und Bewegungsstörungen nach Hirnverletzung und Schlaganfall, Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit, Gedächtnisleistungen, Handlungs- und Emotionskontrolle), psychosomatischer Störungen (chronische Schmerzzustände und Phantomschmerz nach Amputation) und psychischer Störungen (Angststörungen) haben.

 

Ferner widmet sich unsere Grundlagenforschung der Charakterisierung von Hirnstrukturen und Hirnvorgängen, die für die Entstehung außergewöhnlicher Bewußtseinszustände (Hypnose und Trance) verantwortlich sind. Spezielle Projekte behandeln folgende Themen:

  • Kortikale Grundlagen assoziativen Lernens und expliziter bzw. impliziter Gedächtnisfunktionen
  • Kortikale Grundlagen der Verarbeitung und Kontrolle von Fehlern beim Menschen
  • Kortikale und subkortikale Strukturen und Prozesse, die für Phobie, für chronische Schmerzzustände und für Phantomschmerz verantwortlich sind und bei Bewegungs- und kognitiven Störungen nach
           Schlaganfall und Hirnverletzung eine zentrale Rolle spielen.
 

Unsere klinische Forschung widmet sich der Untersuchung kognitiver und affektiver Störungen und der Entwicklung neuer Methoden zur Behandlung motorischer Störungen nach Schlaganfall und Hirnverletzung und der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Phantomschmerz. Hier werden aktuell folgende Themen verfolgt:

  • Entwicklung und Evaluation verhaltensorientierter Ansätze zur Behandlung motorischer Störungen bei Hirnverletzten und Schlaganfallpatienten (Taubsches Training)
  • Entwicklung und Evaluation verhaltensorientierter Ansätze zur Behandlung von Phantomschmerz bei Amputierten und Patienten mit Läsionen peripherer somatosensibler Nerven
  • Untersuchung der neuronalen Grundlagen erfolgreicher verhaltenstherapeutischer Intervention bei Angststörungen
 

Die Projekte werden durch Sach- und Personalmittel und Stipendien für Doktoranden und Gastwissenschaftler folgender Einrichtungen unterstützt: Deutsche Forschungsgemeinschaft; Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie; Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst; Förderung durch verschiedene Industriebetriebe und Stiftungen.